Das 2010 in Dänemark eingeführte Hundegesetz verbietet Zucht und Haltung bestimmter Hunderassen, die z.B. auch Herdenschutzhunde beinhalten. Die Polizei ist oberste Instanz in der Umsetzung dieses Gesetzes und darf "willkürlich" beurteilen, zu welcher Rasse ein Hund gehört - etwas, das selbst Fachleuten bei Mischlingen schwer fallen dürfte. Sachverständige werden jedoch nicht eingeschaltet. Die Beweispflicht liegt beim Hundehalter. DNA-Tests werden nicht akzeptiert.

Überdies herrscht generelle Leinenpflicht - auch am Strand.

Das bedeutet in der Praxis: Da auch Mischlinge als zur Rasse zugehörig beurteilt werden können und eine sachgerechte Untersuchung nicht stattfindet, betrifft dieses Gesetz quasi jeden Hund! Mehr oder minder jeder Hund kann (wie bereits tausendfach geschehen!) beschlagnahmt werden, wenn er mal ausbüchst oder auch nur nach jemandem schnappt. Gelingt dem Halter in einer vorgegebenen knappen Zeit nicht durch eindeutigen Stammbaum/Papiere der Nachweis, dass der Hund keiner der verbotenen Rassen (auch nicht anteilig!) angehört, was bei Mischlingen nahezu unmöglich sein dürfte, wird der Hund von der Polizei getötet!

Dies alles gilt auch für Deutsche Hunde, die in Dänemark zu Besuch sind.

Die Grafik darf auch gerne ausgedruckt und als Aushang verwendet werden.

Per Mail könnt ihr diese als PDF anfordern.


Bitte die Petition weiterhin teilen und unterzeichnen:

http://www.gopetition.com/petitions/repeal-the-breed-ban-in-denmark.html

Details zum Gesetz:

http://tyskland.um.dk/de/uber-danemark/ernaehrung-landwirtschaft-und-fischerei/praktisches/reisen-mit-haustieren/hunde-katzen-und-frettchen/


TASSO empfiehlt:

Da dieses Gesetz auch deutsche Touristen mit ihren Hunden betrifft, hat TASSO die aktuellen Vorfälle in Dänemark zum Anlass genommen, die Dänische Botschaft in Berlin um eine Stellungnahme zu den umstrittenen Regelungen zu bitten. Die politische Absicht einer raschen Änderung des Gesetzes ist dem insgesamt eher substanzlosen Antwortschreiben der Botschaft jedoch nicht zu entnehmen.

"Angesichts der geltenden Rechtslage kann Hundehaltern gegenwärtig nur von einem Urlaub in Dänemark abgeraten werden, denn niemand kann mit Sicherheit ausschließen, dass der eigene Vierbeiner zufällig ein fremdes Grundstück betritt oder überquert", sagt Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher bei TASSO. "Die dänische Regierung sollte nun umgehend eine Novellierung dieses feudalherrschaftlich anmutenden Gesetzes vornehmen, denn sonst wird das Image Dänemarks als hundefreundliches Ferienland langfristig großen Schaden nehmen."

Dogs Guard schliesst sich dieser Empfehlung an.